Für alles gibt es ein erstes Mal

Bei mir war’s heute der Besuch auf der zuständigen Polizeidienststelle – um eine Anzeige zu erstatten. Stilecht gegen Unbekannt und mit ’nem ganzen Hefter voll Unterlagen.

Nun bin bzw. habe ich also ein Aktenzeichen, welches ich gern und ungefragt den geprellten Unternehmen zur Verfügung stellen werde, die noch alle glauben, ich sei neuerdings Kunde bei ihnen.

Interessant ist, dass die Masche an sich der Polizei schon hinlänglich bekannt war – man mir aber wenigstens erklärt hat, dass es auch schon Ermittlungserfolge (= Verhaftungen) gab. Aufklärungsquote also zumindest größer null, was ja schonmal Mut macht – zwar ist mir ohnehin bisher kein finanzieller Schaden entstanden aber einerseits steh ich überhaupt nicht auf Inkassoverfahren (annehmend, dass die Bankverbindungen in den betreffenden Verträgen ungefähr so wertlos sein dürften wie die gefälschten Ausweise der Paketempfänger – und dann hält man sich ja schonmal gern am Rechnungsempfänger schadlos wenn der nicht rechtzeitig gegensteuert) und andererseits hasse ich nichts mehr als den Gedanken, dass jemand mit meinem zumindest nach bestem Wissen unbescholtenen Namen krumme Dinge anstellt.

Ich bin gespannt ob – und falls, dann auch wann – da noch was nachkommt…

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Identitätsmissbrauch

…da denkt man immer, sowas passiert nur anderen!

Weihnachten – das Fest der Liebe und für viele auch das Fest des Schenkens oder Sich-selbst-beschenkens. Das haben wohl auch ein paar Strategen gedacht, die fröhlich unter Nutzung meiner Privatanschrift Mobilfunkverträge abschließen bzw. abgeschlossen haben.

Alles fing mit einer freundlichen Rechnung von 1&1 an – für ein iPhone mit Vertrag, das ich weder bestellt noch erhalten hatte (wäre auch noch schöner – unbestellte Ware geht hier postwendend zurück). Na fein, dachte ich mir, rief direkt bei 1&1 an, wo man mich sehr freundlich an das „Security Team“ durchstellte, schnell erkannte, dass man einem Betrug aufgesessen war (das einzige was stimmte war die Postanschrift – alle anderen Daten passten schon auf den ersten Blick überhaupt nicht) und mir zusicherte, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen damit a) mir keine Nachteile entstehen und b) ein erneuter Versuch eines solchen betrügerischen Auftrags zumindest im dortigen Konzern erfolglos bleiben werde. Derart zuvorkommende und schnelle Behandlung eines ernsten Anliegens kann man sich ja nur wünschen – danke sehr.

Nebenbei bemerkt ist 1&1 wenigstens so gründlich, für solche Fälle eine Schufa-Anfrage zu stellen – die ich natürlich nicht autorisiert hatte (wie auch, ich habe ja nichts bestellt und unterschrieben). In solchen Fällen ist aber meineschufa.de mein Freund – dort konnte ich nämlich sehen dass die Anfrage erfolgt ist, und dementsprechend auch von dort eine Rückfrage veranlassen. Wird die Schufa hoffentlich ebenfalls interessant finden, wie ein Vertragspartner Anfragen ohne gültige Identitätsprüfung stellen konnte…

Aber andere Anbieter haben ja auch schöne Telefone – scheint es. Denn heute flatterte mir ein mehrseitiger Schrieb der Telekom ins Haus – man begrüßte mich freundlich als Neukunden und aus den weiteren Ausführungen entnehme ich – auch wenn es nicht ausdrücklich drinsteht – dass sie so blauäugig waren, an irgendeine Anschrift ein zu diesem Vertrag gehöriges, und vermutlich nicht besonders billiges, Handy zu versenden. Ähmja…

Überflüssig zu erwähnen, dass die freundlicherweise im Schreiben detailliert aufgeführten Daten – mit Ausnahme der Anschrift und der wiederholten Nutzung meines Vor- und Nachnamens – für mich völlig unbekannt waren. Wäre schön, woanders noch Konten zu haben, vor allem wenn auf dem eigenen mal wieder das Geld zur Neige geht, aber bei den mir auf diese Weise bekannt gewordenen Banken hatte ich noch nie irgendwas – ich kenn ja sogar die Städte nur dem Namen nach.

Ich habe jedenfalls den Kundenservice freundlich aber bestimmt angeschrieben und gebeten, sich um die Aufklärung des Betrugsfalls zu kümmern. Am Montag werde ich aber wohl vorsorglich auch noch bei der zuständigen Polizeidienststelle vorstellig werden – nicht ganz das was man vor Weihnachten noch braucht, aber bevor das hier zur Dauerbeschäftigung wird setzen wir doch lieber einen Präventivschlag an.

Fortsetzung – so fürchte ich – folgt…

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Aus aktuellem Anlass…

Ist ja lustig – es ist nun schon ca. acht Jahre her, dass sich jemand mit dem Ansinnen bei mir meldete, die zweistein.de-Domain übernehmen zu wollen. Damals fing es damit an, dass mich ein freundlicher junger Mann anschrieb und fragte, ob die Domain u.U. abzugeben sei – und ich antwortete, das käme zunächst mal darauf an, was ihm die Sache wert sei.

Heute rief mich erneut ein freundlicher Mensch mit ansatzweise gleichlautender Frage an. Allerdings hat sich die Sachlage seither leicht verändert – weshalb ich an dieser Stelle ein für allemal klarstellen möchte:

Die Domain zweistein.de wird von uns ausschließlich zu privaten, familiären Zwecken genutzt. Dabei geht es nicht allein um diesen Blog und die angehängte Ahnenforschungsseite sondern u.a. um vielfach verwendete und vernetzte Email-Adressen.

Aus diesem Grund wäre die Veräußerung der Domain nicht nur mit erheblichem administrativem Aufwand sondern sogar mit wirtschaftlichen Risiken (finanzieller Schaden durch unberechtigt übernommene Kundenkonten oder Accounts in sozialen Netzwerken) verbunden.

Daher tut es mir leid, aber diese Domain ist unter keinen Umständen verkäuflich. Auch eine Überlassung der Web-Adresse – unabhängig vom Verwendungszweck – kann ich leider nicht anbieten.

Ich hatte 1998 bei der Suche nach einem Domainnamen das Pech, dass meine 1. Wahl bereits belegt war, aber das Glück, dass es diesen Namen noch gab, er hervorragend zu unserer Familie passt und bei DENIC bis heute das „first-come-first-serve“ Prinzip gilt.

Sollte sich also – bei meinem heutigen Anrufer habe ich keinen Grund, das anzunehmen – noch einmal jemand darin versteigen, uns die Domain auf dem Rechtsweg abspenstig machen zu wollen: Lasst es – das wird nichts. Mit den gesparten Anwaltskosten kann man vielleicht eine ähnliche Domain unter einer anderen TLD kaufen und hat sie sofort verfügbar.

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Demokratieverständnis

Lang ist’s her, aber heute muss ich mal wieder meinen Senf loswerden…

Die Medien sind dieser Tage voll von Artikeln über die Besetzung der EU Kommissionspräsidentschaft – und der illustren Konsequenzen die sich aus dieser oder jener Personalie ergeben könnten.

Nun haben wir gerade eben eine – nicht für alle politischen Parteien erfreuliche – Europawahl hinter uns gebracht, die als wesentliche Neuerung mitbrachte, dass Spitzenkandidaten für die Bestzung eben jenes Spitzenamtes nominiert waren und an prominenter Stelle in Fernsehduellen, auf Plakaten und in Werbespots präsentiert wurden.

Unter diesen Umständen nimmt es Wunder, dass nach der Auszählung der Stimmen nunmehr das Ergebnis einer demokratischen Entscheidung auf verschiedenste Weise in Frage gestellt wird.

Da ist zunächst unser Freund, Herr Cameron von jener – ihrer immerhin sehr langjährigen und höchst privilegierten EU-Mitgliedschaft anscheinend dauerhaft überdrüssigen – Europa vorgelagerten Insel. Besagtes Überbleibsel eines ehemals weltumspannenden Imperiums maßt es sich in Person ebendieses Herrn an, Europa als Ganzem vorschreiben zu wollen, wen sie gefälligst entgegen aller Wahlergebnisse und des Mehrheitswillens eines politischen Gremiums auf keinen Fall in das erwähnte Amt zu setzen haben – anderenfalls werde man die überfällige Grundsatzentscheidung über einen Verbleib der mehrheitlich scheinbar nicht Bleibewilligen in der EU vorziehen.

Da kann ich nur sagen – nur zu! So lange ich mich mit dem Thema EU auseinandersetze, ist die Teilhabe des Vereinigten Königreiches vor allem dadurch geprägt, „dagegen“ zu sein, und sich die widerwillige Zustimmung durch Zugeständnisse abringen – ja abkaufen zu lassen. Haben wir das nötig? Ist dieses Inselkönigreich wirklich so wichtig für Europa, dass das gesamte Konstrukt in sich zusammenfällt wenn ihre eigenen Rückwärtsdenker aufgrund ihrer Ablehnung eines vermeintlich rückwärtsgewandten aber immerhin gestandenen Europäers ihren Willen bekommen und aus dem Kanal ein Graben wird? Ich glaube kaum. Die wirtschaftlichen Folgen werden erheblich sein – das steht ausser Zweifel. Die Frage ist nur, für wen? Und sollte es die übrigen wirklich massiv stören? Die Tür ist schließlich nicht verschlossen – auch wer fehlgelenkter Weise gern raus möchte, wird – allerdings hoffentlich zu deutlich angemesseneren Bedingungen – wieder eingelassen werden.

Tja und dann gibt’s noch die generelle Frage nach der Eignung für das Amt. Ich bin nun beileibe kein angestammter Freund von Herrn Juncker (um es klar zu machen, von Herrn Schulz ebensowenig) – genaugenommen ist mir die Personalie gar nicht wirklich wichtig. Es geht mir ausschließlich um den Prozess der Entscheidungsfindung.

Nehmen wir mal an es sei Bundestagswahl und Frau Merkel kandidiert wieder als Spitzenkandidatin. Auf der „Gegenseite“ stellen sie meinetwegen Herrn Steinmeier auf. So weit so gut. Die Wähler entscheiden sich für eine Parteienkonstellation und machen – so die Theorie – ihre Entscheidung zu einem guten Teil an den Spitzenkandidaten fest.

Jetzt möchte ich mal erleben, wie die deutsche Wählerschaft reagiert, wenn nach Vorlage des Wahlergebnisses auf einmal die SPD Herrn Schröder aus der Versenkung holt, die CDU spontan auf Frau von der Leyen setzt und die Bayern – einfach weil das „Paulchen“ grad so lecker war – mit dem Austritt aus der Bundesrepublik drohen wenn nicht Herr Seehofer Kanzler wird. Was bitte soll denn dieser Unfug?

Eignung für das Amt? Ja sicher, wünschenswert wäre die in so vielen Situationen, aber der Punkt ist doch, wenn jemand, der zur Wahl gestellt wird, gewählt wird, dann sollte er den Job auch erst einmal machen und seine Eignung unter Beweis stellen. Egal um welche Position es sich handelt, sofern die Wahl mit rechten Dingen zuging kann man getrost davon ausgehen, dass der Schaden, den er oder sie anrichten kann, überschaubar bleibt. Schließlich ist unsere Gesellschaft vernetzt genug und unsere Demokratie stark genug, dass sie sich ungeeigneter Personalien vor Eintritt unabwendbaren Schadens auch wieder zu entledigen weiß – und das im Gegensatz zu manch Bananen-, Wodka- oder Öl-Autokratie… äh… -„Republik“ auch gewaltfrei.

Dass die dabei Zurücktretenden oder zurückgetreten-Werdenden uns anschließend noch manches Jahr auf der Tasche liegen, ist der Preis, den wir für diese Freiheit bezahlen…

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Terrorfon…

Keine Masche ist so platt, dass sie nicht jemand versuchen würde.

Aktuell geistern Anrufe eines gewissen „Günter Bollmeister“ (ich möchte mal bezweifeln dass der Inhaber der sonoren Grabesstimme wirklich so heißt) vom „Institut für Urheberrechtsverletzungen“ herum. Auch unseren Anrufbeantworter hat der freundliche Herr, der „nicht lange drum herumreden möchte“, bereits beglückt.

Dazu fiel mir neben dem hörbaren Hintergrundrauschen eines Anrufautomaten (auch wenn ich einräumen möchte, dass die Sprechpausen strategisch gesetzt sind) vor allem auf, dass man für Urheberrechtsverletzungen neuerdings ein Institut braucht. Komisch. Bislang war ich der Meinung, dass solche Verletzungen von Personen und nicht von Instituten begangen werden – aber wenn die sich nun für solche Dienstleistungen zur Verfügung stellen möchten…

Egal, war ohnehin eine Fehleinschätzung, denn würde es dieses Institut tatsächlich geben, wäre ihr Ansinnen wohl eher gegen Urheberrechtsverletzungen einzustufen. Leider kann ich es nicht abschließend beurteilen, denn natürlich rief der Automat von einer unterdrückten Rufnummer aus an (weshalb ich ohnehin nicht selbst ans Telefon gegangen wäre sondern zunächst mal den Anrufwichtigkeitsfilter handeln ließ) und die schönen „wir-geben-dem-geschockten-Anrufopfer-mal-die-Gelegenheit-nutzlose-Einwände-vorzubringen“-Sprechpausen sorgten dann dafür, dass unsere Fritzbox dem Kotelett an der virtuellen Backe zuvorkam und einfach auflegte.

So weiß ich nur, dass man unserem Bekanntenkreis unterstellen wollte, sie hätten uns für irgendwelche illegalen Musik-Downloads und das „schauen von Videos auf den einschlägigen Portalen im Internet“ angeschwärzt. Aber sicher doch – wir haben ja selbst auch keine anderen Hobbies…

Nun ist der o.g. Name und das fiktive Institut im Netz kein Unbekannter – die Anrufe gibt’s derzeit zuhauf und je nach Informationsgrad der Angerufenen reagieren sie unterschiedlich panisch. Am Ende bleibt aber die Info derjenigen, die sich den Mist bis zum bitteren Ende angehört haben, dass man „die Sache abmildern“ könnte – aha! Es geht also doch wieder nur darum, Unbedarfte auf zweifelhaftem Weg um ihre wenig zweifelhaften Barmittel zu bringen. Oder neudeutsch: Abzocke.

Jetzt könnte man sagen „ignoriere alles, was Du nicht schwarz auf weiß bekommst“ – aber wie wir schon im Fall „Post vom Fachregister“ gesehen haben, kann man sich ja nicht einmal mehr auf so etwas verlassen – und wenn dann doch mal was von einem Anwalt kommt, ist es selten genug eine Kanzlei mit so scheinbar seriösen (wenn auch inakzeptablen) Absichten wie im Fall der Zweistein-Abmahnung. Gerade von der abmahnfreudigen Anwaltsfraktion sind ja nicht umsonst letzthin so manche selbst vor dem Kadi gelandet – und womit? Mit Recht. Ein Schelm, wer das paradox findet.

Was aber jetzt tun wenn einem besagter Herr Bollmeister auf denselben geht? Man wäre ja versucht, den AB so zu tunen, dass er die Verbaldiarrhoe komplett mitschneidet, und das Ergebnis dann den „einschlägigen Ermittlungsbehörden“ (um das Sprachniveau zu halten) zur Verfügung zu stellen – aber da es sich um eine „Bandansage“ (welch Anachronismus) handelt, wäre vermutlich schon die Weitergabe eines Mitschnitts eine Urheberrechtsverletzung (könnte ja ein Rap-Song sein, und das „Herunterladen“ vom AB dann ein illegaler Musik-Download) – und abgesehen davon platzen die Postfächer der Behörden vermutlich schon vor am Ende doch wieder ergebnislos im Sande verlaufenden Anzeigen.

Tatsache ist, sollte mich einer dieser Strategen „live und in Farbe“ oder auch nur in Druckform behelligen und dabei verwertbare Spuren hinterlassen, gibt’s genau das, was diejenigen durch finanzielle Gegenleistung „abmildern“ wollen – eine saftige Anzeige wegen versuchten Betrugs. Hatte ich erwähnt, dass wir in der Nachbarschaft Mitarbeiter der „Freund-und-Helfer„-Institution wohnen haben? Das wird ein Spaß…

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Apfel-Stilblüten

Allseits herrscht ja momentan noch Hype um das neue iPhone 5 – ist ja auch ganz nett, was die Leute aus Cupertino da mal wieder verzapft haben, obgleich ich die Begeisterung nicht so ganz teilen mag.

Das neue iOS zum Beispiel – bislang sehe ich noch nicht, was es konkret besser macht als sein Vorgänger – es macht nur wie gewohnt das eine oder andere anders. Manche Dinge sind auch in die Hose gegangen, wie man an der offiziellen Entschuldigung von Apple für die neue Maps-App erkennen kann. Es genügt eben doch nicht, sich maßgeblich auf einen Partner zu verlassen, wenn man etwas etabliertes durch etwas vermeintlich viel besseres ersetzen möchte – Qualitätskontrolle mag lästig sein, aber sie ist unerlässlich.

Deswegen bin ich aber sicherlich nicht gleich so angefressen das ich als seit Jahren überzeugter Nutzer nun abtrünnig würde – aber wie schon bei Desktop und Mobilgerät kaufe ich kritischer ein. Im konkreten Fall heißt das für den neuen Handy-Vertrag: Das iPhone 4S ist noch lange gut genug. Warum?

Erstens bietet es softwaretechnisch derzeit keine Nachteile zum iPhone 5. Das, was ich mit dem neuen Gerät machen möchte, geht auch mit dem 4S, einschließlich Siri, die unsere Kinder momentan mehr überzeugt als mich, aber für den einen oder anderen Schmunzler gut ist.

Zweitens kommt der Formfaktor ins Spiel – das neue Gerät ist größer, was gut ist wenn man nur ein Mobilgerät nutzen möchte. Als ohnehin schon großer Freund des iPad stellt sich dieses Problem aber nicht, und dank iCloud auch nicht das des Datenaustausches zwischen beiden. Also warum größer werden und dann ein Problem mit der Mitnahme haben? In Situationen wo das iPad zum Mitnehmen zu unpraktisch ist, braucht es auch nicht größer als ein „klassisches“ iPhone zu sein. Was denn auch meinen kritischen Blick auf viele der fast schon Semi-Tablets der Konkurrenz erklärt – selbst ohne Diskussion über Für und Wider deren Softwareausstattung, wenn ich mir ein Brikett (oder meinetwegen eine Wandfliese) ans Ohr halten möchte, gehe ich in den Schuppen, da liegen genug…

Drittens wäre da noch die Sache mit LTE – der neue „Standard“ ist ja bekanntlich noch nicht so recht einer – dazu gibt es viel zuviele Unterschiede bei unterstützten Frequenzen, Netzabdeckung der Anbieter und – jetzt kommt’s – den Tarifen. Genau. Die ziehen einem nämlich buchstäblich die Schuhe aus. Es genügt ja nicht, dass ein (im übrigen subventioniertes) Handy beim Mobilfunkanbieter in der kleinsten Ausstattung 200 € mehr kostet als das Vorgängermodell (dieser Preisunterschied lässt sich durch die Preise im Obstladen eindeutig nicht erklären) – nein, für die als größte Neuerung gepriesene Hochgeschwindigkeitsverbindung mit LTE darf man beim (auch nicht gerade billigen) Tarif nochmal einen Zehner drauflegen. Da muss man schon intensiver Nutzer sein, damit sich das rechnet.

Und dabei lasse ich den vielkritisierten Wechsel beim Dock-Connector noch außen vor (der mich allerdings auch weniger stört, weil ich eh nur mit Kabel „docke“… und das ist ja dabei)

Aber: a propos iCloud – einen hab ich noch:

Das „abgelegte“ iPhone 4 hat eine neue Liebhaberin gefunden – meine angetraute bis dato Handyverweigerin. Alles nach dem Motto „ja wenn man sowas alles damit machen kann…“ – erste und wichtigste Amtshandlung des „Gern-mal-Terminvergessers“: Die Kalender verheiraten. Das geht ja über die Kalenderfreigabe ganz einfach… …sollte man denken.

Schritt 1 erwies sich als fast unüberwindliche Hürde: Freigabe des Kalenders meiner Frau an mich. iCloud haben wir beide, incl. passender Email-Adressen. Also Freigabe ausgewählt, eigene Adresse rein und abgeschickt. Dann in meinem Account auf Annehmen geclickt und – oh Wunder:

„Der Kalender kann nicht angezeigt werden, weil er nicht mehr freigegeben wird.“

Ja nee, is klar… er wird eindeutig freigegeben, die Einstellung ist sichtbar. 5mal probiert, 5mal Fehler erhalten, im Web natürlich keinerlei googlebare Hinweise dazu. Was tun?

Logischer Schritt: Gegenprobe. Also gebe ich einen meiner Kalender (einer reicht ja heutzutage nicht mehr) frei – und siehe da, das Annehmen klappt problemlos und alle Einträge sind sichtbar. Sogar das Bearbeiten ist kein Problem (was ja auch der tiefere Sinn einer solchen Funktion ist). Schön.

Konsequente Folgefrage: Was ist bei meiner Frau anders als bei mir? Und ich meine das ganz wertneutral. Klickt man sich im iCal oder iCloud mal fröhlich durch, fällt auf, dass in „meiner“ Freigabeliste neben dem entsprechenden Kalender ihre iCloud-Email-Adresse steht. Schön. In „ihrer“ Liste ist das umgekehrt genauso – aber mit einem Fragezeichen davor. Hä? Was’n das? Ich hab den Account nicht erst seit gestern und erinnere mich mindestens dreier Fälle, in denen ich irgendwelche Adressen, Sicherheitsfragen und sonstigen Krams bestätigen musste. Viel aktiver kann das Konto nicht sein, Emails laufen auch hin und her und iCloud streikt auch ansonsten eher so gar nicht. Aber man lernt nie. Aus. Denn:

Ein Besuch bei appleid.apple.com (sic) erlaubt, sich nochmal die Einstellungen zu besagtem Konto (bzw. beiden) näher anzuschauen. Und da sieht man dann, dass mit beiden die bei der Einrichtung angegebene sowie eine zusätzliche icloud-Email-Adresse verknüpft und verifiziert ist. Aus mir nicht näher ersichtlichen Gründen gammelt in meinem Account aber noch eine dritte, als nicht verifiziert gekennzeichnete Email-Adresse rum.

Jetzt läge es nahe, dieses durch Click auf „Verifizieren“ zu beheben (sofern die Adresse denn stimmt und genutzt werden soll – ja, wäre in der Tat ganz nett gewesen). Allein, das klappt nicht. Da von diesem Schritt nicht die Seligkeit abhängt, ist der „Löschknopf“ entsprechend schnell lokalisiert – zwei Adressen reichen völlig, ich will ja vor allem sehen ob es danach tut wie es soll.

Tja, was soll ich sagen, kaum ist die „unvalidierte“ (welch Wort!) Email-Adresse raus, läuft es als wenn es nie gestreikt hätte. Da ich ansonsten nichts (und ich meine nichts!) verändert habe, kann es nur diese Ursache gewesen sein. Vielleicht hilft’s ja Leidensgenossen, die beim Googeln nach ebendiesem Fehler hier landen.

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Familienzusammenführung…

Da denkt man immer, das passiert nur den anderen…

Ich habe ja im Zuge meiner amateurhaften Anläufe zum Thema Ahnenforschung schon so die eine oder andere Idee gehabt, was vielleicht passieren könnte – aber nun ist tatsächlich was erfreuliches eingetreten womit ich nicht rechnen konnte.

Auf der Suche nach einem Zweig der Familie brachte mich meine Mutter darauf, mal mit ihrem Patenkind in Kontakt zu treten – die zum Glück in den modernen Kommunikationsmitteln bewandert ist und sofort Feuer und Flamme für mein Anliegen war – ich renn ja gern offene Türen ein. Sie bedachte mich dann auch sofort mit Fotos, einer Menge interessanter Daten und vor allem Namen, von denen ich so manchen vor 30-40 Jahren zuletzt gehört, geschweige denn den Namensträger gesehen habe.

Richtig gefreut hat mich aber heute die Nachricht, dass sie durch die Datensammelwut ihres – ich glaub in unserer Gegend nennt man das „Kleincousins“ darauf gebracht wurde, doch nochmal eine Suche nach ihrer einzigen Cousine zu starten, die sie immerhin vor 40 Jahren aus dem Blick verlor. Und tatsächlich – die beiden haben sich gefunden. Und da meine liebe Helferin noch zwei Schwestern hat sind nun vier Cousinen wieder vereint – zumindest schon einmal virtuell.

Und da das Gesichtsbuch bei dem ganzen auch noch eine Rolle gespielt hat, werd ich nun diesen Post auch direkt mal da teilen :)

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Domino-Effekt

Die Dinge verselbständigen sich – erfreulicherweise. In den letzten 24 Stunden habe ich zwei aktive Helferinnen aus dem erweiterten Familienkreis gewonnen, die mich mit Bild- und Datenmaterial unterstützen. Toll. Zwei Namen die mir komplett entfallen waren sind schon eingepflegt und noch manch mehr Unerwartetes dürfte folgen.

Ich mutiere langsam zum Familienchronisten. Das soll was geben, bei meiner „Ordnungsliebe“… aber die Affinität zu neuen Medien wird helfen.

Jedenfalls wächst unser Stammbaum zusehends. Im übrigen habe ich mich überzeugen lassen dass PhpGedView ein Auslaufmodell ist, und daher den Switch auf den Nachfolger oder Spin-off (wie immer man mag) webtrees vollzogen. Besonders cool finde ich die GoogleMaps Integration, für die man allerdings zunächst mal etwas studieren muss wenn sie was brauchbares anzeigen soll. Dann funktioniert’s aber prima. Was mir noch nicht völlig klar ist ist ein seltsamer Effekt des Migrationsassistenten (da die Entwickler von PhpGedView kommen kennen sie ja die Strukturen und haben einen erstklassigen Assistenten („Wizard“) mitgeliefert) – er hat doch glatt die UTF-8-Codierung aller Umlaute zerschossen. Naja, es gibt schlimmeres (lt. Monty Python: „Man kann auch erdolcht werden…“), aber im 21. Jahrhundert ist das schon ein recht unerwarteter Seiteneffekt zumal der Webserver nagelneu und ansonsten durch die Bank mit UTF-8-Unterstützung installiert ist. Muss man vmtl. nicht verstehen… ich musste ohnehin alle Ortseinträge einmal anfassen damit die Hierarchien sauber waren (GoogleMaps tut sich mit altdeutschen Länder- und Ortsnamen dann doch etwas schwer).

Schließlich kam dann noch eine sehr nette Antwort von der Leiterin des Mindener Stadtarchivs, die mir eine ganze Anzahl interessanter Quellen aufzählte – für deren weiteres Studium ich dann allerdings wohl mal die Hufe (und etwas technisches Gerät) Richtung Minden bewegen darf. Sofern das mit den alten Straßennamen noch klappt lassen sich dann vielleicht auch ein paar frühere Wohnstätten unserer Altvorderen ausfindig machen und ablichten.

Ist das spannend…

 

 

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Sackgasse?

Guten Morgen,

jetzt bin ich schon ziemlich weit, und daher wurmt mich ein Eintrag in unserer (aus dem dunkelsten Kapitel Deutschlands erhaltenen) Ahnentafel ganz besonders.

Es geht um jenen Ur-Ur-Ur-Urgroßvater (ohne Sch…) aus Borgentreich, von dem einzig der ungefähre Geburtstag, Tag der Eheschließung und Todestag überliefert sind – leider gibt’s seinen Heiratseintrag nicht bei familysearch.org (wo in vielen Fällen bei Hochzeiten zumindest noch die Namen der jeweiligen Eltern aufgeführt sind, was schon oft geholfen hat – besonders auch wegen der abenteuerlichen Schreibweisen damals).

Das „dramatische“ dabei ist, dass Borgentreich offenbar in seiner Geschichte mehrfach von verheerenden Bränden heimgesucht wurde und damit das Archivmaterial buchstäblich in Rauch aufgegangen sein dürfte.

Ich frage mich, ob von derartigen Dokumenten eventuell Zweitschriften existieren oder ob es damals üblich war, dass auch die Eheleute irgendeine Form der Beurkundung bekamen, die sich vielleicht auf verschlungenen Wegen irgendwo bei den Nachfahren weitervererbt hat. Wäre die Lücke „übersprungen“ (es kann natürlich sein dass dieser Zweig der Familie über Generationen in Borgentreich ansässig war, dann wird’s vermutlich richtig eng) könnte man vielleicht noch ein paar Generationen mehr ausfindig machen. Spannend wäre es allemal.

Machen wir’s offiziell: Gesucht wird:

Johannes Rempe, TagelöhneEnde einer Suche?r (sic)
geb. ca. Oktober 1769 in Borgentreich
gest. 11. Februar 1844 in Hühnersen?
vermählt am 5. Mai 1799 in Herstelle mit

Maria Elisabeth Standi (?)
geb. 5. Oktober 1773 in Herstelle
gest. 1. November 1840 in Herstelle

Sachdienliche Hinweise bitte unten in die Kommentare oder per Mail an mich :)

Vielleicht gibt’s ja noch andere „Suchende“ zum Thema Borgentreich…

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Worauf hab ich mich da eingelassen?

Wie schrieb ich noch in „Ahnung von den Ahnen“ – in der Daten-Mottenkiste wühlen? Ich hatte ja – buchstäblich – sowas von keine Ahnung…

Mittlerweile hat mich die Wühlerei durch die Wirren von Familysearch.org und einige andere genealogische Websites geführt (wobei die Sammlung der Mormonen wirklich erschreckend umfangreich ist). Und jedesmal wenn ich wieder reinschaue entdecke ich neue Details. Unser Familienstammbaum – ich zaudere vor dem Begriff „Sippentafel“, da hab ich’s nicht so mit – zergliedert sich immer mehr, es tauchen Ur-Ur-Ur-Großonkel auf von denen seit Generationen keiner mehr wusste und Datenlücken die sich schließen reißen fast zeitgleich andere auf.

Nebenbei offenbaren sich Spuren von Tragödien, die die harten Zeiten wohl schrieben – Kindstaufen am Tag der Geburt, und gelegentlich wohl auch wirklich den Charakter einer Nottaufe hatten – oder jener Vorfahr (genauer: Ur-Urgroßonkel), der im dreimal im Abstand von zwei Jahren heiratete und dabei im Kirchenbuch jeweils mit Familienstand „Witwer“ geführt wurde.

Gefunden habe ich auch historische Adressbücher – abzurufen auf genealogy.net – und für die nicht so weit zurückliegenden männlichen Vorfahren hat auch die Kriegsgräberfürsorge nachdenklich machende Informationen zu bieten.

Bislang war die Reise zu Stadt- und Kirchenarchiven noch nicht erforderlich, doch je dünner der Datenbestand im Netz wird, desto länger wird die Liste der Fragen – und ich glaube noch nicht, dass bei 1730 (da bin ich jetzt – zumindest punktuell) Schluss sein muss.

Kreativ muss man übrigens sein, was die Auslegung von Daten, Schreibweisen von Namen und auch gelegentliche Doppelungen von Einträgen angeht. Überlieferte Schreibweisen haben nicht unbedingt viel mit dem gemein, was seinerzeit in abenteuerlicher Schreibschrift in irgendwelche dicken Wälzer gekritzelt wurde. Sütterlin kann ich glücklicherweise lesen – die alten Schreibschriften sind teilweise nicht so himmelweit davon entfernt – aber einige der alten Schreiberlinge hatten schon wirklich eine „Sauklaue“ (und ich weiß wovon ich rede – ich könnte sie alle übertreffen…).

Nunja, die Suche geht weiter – ich hoffe ja dass durch die bereits erfolgte Indizierung in Suchmaschinen irgendwann mal jemand auftaucht, der bei seiner Ahnenforschung auf Überschneidungen gestoßen ist – eine haben wir schon, und sie ist gewaltig. Mehr dazu später…

 

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