PC vs. Mac – Selten so gelacht…

Unglaublich (und leider aus der Liste der Mac&i Highlights bei heise schon wieder verschwunden) ist eine Werbeidee, mit der eine Softwareschmiede aus Redmond aufmacht: Surf the web or surf Hawaii. Könnte man mal bringen…

…wenn da nicht ein bis mehrere Haken an der Propaganda wären. Ja ich weiss, ich bin Mac-voreingenommen, aber ich glaube nach 7 Jahren problemfreier Benutzung derselben und zeitgleicher Verwendung – oder doch eher „Erleidung“ – des nächstliegenden Konkurrenzprodukts werde ich ein wenig elektrisch, wenn hier jemand – und das Wortspiel passt vorzüglich – Äpfel mit Birnen vergleicht.

Ich war ja schon versucht, mit eins der allseits beliebten „No, I won’t fix your computer“ T-Shirts zuzulegen (die aber diejenigen, die es vielleicht sollten, doch eher nicht verstehen). Wenn ich zu Computerproblemen befragt werde, ist jenes unter o.g. Link beworbene Konkurrenzprodukt oftmals ein guter Teil des Problems, und die von mir bevorzugte Alternative wäre eine gute Voraussetzung gewesen, das Problem gar nicht erst zu bekommen. Nichtsdestotrotz schlägt mir bei der bloßen Erwähnung der Produkte aus Cupertino die Ablehnung „aber die sind doch soooo teuer“ entgegen. Schön, dass nun ausgerechnet der Konkurrent die Rechnung aufmacht… (es gibt dort noch ein paar andere Argumentationsstränge, warum das Zeug mit dem Obst schlecht und das mit dem flatternden Guckloch gut sein soll – die sind aber weit weniger spektakulär und rein gar nicht überzeugend)

Aus aktuellem Anlass mache ich die Mathe-Hausaufgabe und vergleiche mal das, was ich mir gerade als neues Arbeitsmittel bestellt habe – und zwar streng nach Vorgabe des Kampagnenführers:

Man gehe dazu auf die o.g. Seite und clicke auf „iMac 27““ (jawoll – keine halben Sachen…)
Achso, btw., die Jungs rechnen in US-Dollar, denn scheinbar ist man dort empfänglicher für die Aussicht auf Hawaii-Urlaub, oder man unterstellt, dass das Publikum weniger kritisch nachrechnet. Wie auch immer.

Dort verglichen wird der schon erwähnte 27“er aus Cupertino mit drei 24“ern (23-24… Peanuts) – was ja schon mal in sich unfair ist. Macht aber nix – ich stehe ohnehin auf dem Standpunkt, dass Bildschirmdiagonale und Auflösung durch nichts zu ersetzen sind.

Zwei der drei Vergleichsmodelle sind – das fällt ebenso sofort auf – mit Dual-Core statt Quad-Core Prozessoren ausgestattet – sogar das Teil, das preislich noch am nächsten drankäme. Hmm. Rechenleistung scheint nicht wirklich ausschlaggebend für diesen Preisvergleich zu sein. Schön.

Alle drei Vergleichsmodelle sind „touch-enabled“. Mein „Zukünftiger“ kommt stattdessen mit dem Magic Trackpad, viel mehr Multitouch geht nicht und ich spare mir die ekligen Tatschefinger auf dem Display (das vom zigfachen blankwischen bestimmt nicht besser wird). Dank permanent überfülltem Schreibtisch mutiere ich eh zum Mausgegner.

Deutlich herausgestellt wird auch, dass die „PC“-AllInOnes über BluRay-Laufwerke verfügen, was für Freunde der hochauflösenden Scheiben ein Punkt sein mag. Ehrlich gesagt: Ickweessnich! Wenn ich HD Filme schauen will, so möchte ich dazu auch den passenden Ton und überhaupt Kino-Feeling – schon deswegen bräuchte ich so ein Laufwerk nicht im Rechner. Sollte es mich trotzdem antreiben, ein solches haben zu wollen, könnte ich das zur Not noch extern beschaffen und hätte damit zusätzliche Flexibilität denn hier stehen noch einige Kisten rum bei denen bei DVD Schluss mit Optisch ist. Aber gut, ist zumindest mal ein Punkt.

Dann gibt’s noch drei coole Punkte: iLive vs. *******Live (nein ich sag das Wort nicht!), Cupertino-Wolke gegen Redmond-Wolke (erstere kostenpflichtig, letztere nicht) und schließlich das für Mac-Jünger so gut wie unbekannte Thema Virenschutz – nett dass man bei einem anfälligen System einen Schutz mitliefert, aber warum soll ich mehr als den systeminternen Schutz _kaufen_ gegen etwas, was es nicht gibt?

Genug gesabbelt, ich will harte Fakten. Und ich möchte dann doch gern schon richtig vergleichen:

iMac 27, 1TB, 8GB RAM (ab Werk – teurer aber ich vergleiche gern fair), 1TB Platte, MobileMe Abo und weil’s so schön ist noch externes BluRay Gedöns: Macht in Summe: 2058 EUR incl. MWSt.
Die Kiste kommt fertig installiert ins Haus – einschalten, loslegen.

Dagegen:

Asus All-In-One ET2400, 1TB, 6GB RAM (kann man das erweitern? Verkauft’s einer mit mehr fertig eingebaut?): 1606 EUR

Differenz: 452 EUR – dafür habe ich aber _keine_ 27 Zoll (die gibt’s nur mit Obst), keine Quad-Core CPU, zumindest weniger RAM (dabei erwähne ich am Rande, dass man den Mac auch mit 12GB zum selben Preis bekommen kann, das fängt dann schon an weh zu tun) und auch nur das eine eingebaute optische Laufwerk. Kann ich auf BluRay verzichten (ich kann!) ermäßigt sich der Preisvorteil auf 362 EUR weil der iMac dann nur noch 1968 EUR kostet. Und da sind noch 99 EUR für MobileMe mit drin, das ich aber ohnehin brauche, und dessen Lizenzkosten sich theoretisch auf alle von mir genutzten Clients verteilen. Ausserdem berechnet man im Hersteller-Store 200 EUR für die Erweiterung des Mac von 4 auf 8GB – könnte man auch selbst billiger machen – die Erweiterung des ASUS scheint man ja ohnedies selbst machen zu müssen. Streiche ich das auch noch bleiben 63 EUR Preisunterschied für ein viel kleineres und weniger leistungsfähiges Gerät mit dem falschen Betriebssystem. Dafür komm ich vielleicht nach Wuppertal und evtl. noch nach Zandvoort, aber nicht nach Hawaii.

Beweisführung abgeschlossen 😉

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Ein Kommentar zu PC vs. Mac – Selten so gelacht…

  1. Suriel sagt:

    Was denn, Wuppertal ist doch auch toll 😀 da kannste schön mit der Schwebebahn fahren und so 😉 …

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