Worauf hab ich mich da eingelassen?

Wie schrieb ich noch in „Ahnung von den Ahnen“ – in der Daten-Mottenkiste wühlen? Ich hatte ja – buchstäblich – sowas von keine Ahnung…

Mittlerweile hat mich die Wühlerei durch die Wirren von Familysearch.org und einige andere genealogische Websites geführt (wobei die Sammlung der Mormonen wirklich erschreckend umfangreich ist). Und jedesmal wenn ich wieder reinschaue entdecke ich neue Details. Unser Familienstammbaum – ich zaudere vor dem Begriff „Sippentafel“, da hab ich’s nicht so mit – zergliedert sich immer mehr, es tauchen Ur-Ur-Ur-Großonkel auf von denen seit Generationen keiner mehr wusste und Datenlücken die sich schließen reißen fast zeitgleich andere auf.

Nebenbei offenbaren sich Spuren von Tragödien, die die harten Zeiten wohl schrieben – Kindstaufen am Tag der Geburt, und gelegentlich wohl auch wirklich den Charakter einer Nottaufe hatten – oder jener Vorfahr (genauer: Ur-Urgroßonkel), der im dreimal im Abstand von zwei Jahren heiratete und dabei im Kirchenbuch jeweils mit Familienstand „Witwer“ geführt wurde.

Gefunden habe ich auch historische Adressbücher – abzurufen auf genealogy.net – und für die nicht so weit zurückliegenden männlichen Vorfahren hat auch die Kriegsgräberfürsorge nachdenklich machende Informationen zu bieten.

Bislang war die Reise zu Stadt- und Kirchenarchiven noch nicht erforderlich, doch je dünner der Datenbestand im Netz wird, desto länger wird die Liste der Fragen – und ich glaube noch nicht, dass bei 1730 (da bin ich jetzt – zumindest punktuell) Schluss sein muss.

Kreativ muss man übrigens sein, was die Auslegung von Daten, Schreibweisen von Namen und auch gelegentliche Doppelungen von Einträgen angeht. Überlieferte Schreibweisen haben nicht unbedingt viel mit dem gemein, was seinerzeit in abenteuerlicher Schreibschrift in irgendwelche dicken Wälzer gekritzelt wurde. Sütterlin kann ich glücklicherweise lesen – die alten Schreibschriften sind teilweise nicht so himmelweit davon entfernt – aber einige der alten Schreiberlinge hatten schon wirklich eine „Sauklaue“ (und ich weiß wovon ich rede – ich könnte sie alle übertreffen…).

Nunja, die Suche geht weiter – ich hoffe ja dass durch die bereits erfolgte Indizierung in Suchmaschinen irgendwann mal jemand auftaucht, der bei seiner Ahnenforschung auf Überschneidungen gestoßen ist – eine haben wir schon, und sie ist gewaltig. Mehr dazu später…

 

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2 Kommentare zu Worauf hab ich mich da eingelassen?

  1. Timo Kracke sagt:

    Hallo,

    schön noch einen weiteren Genealogie-Blog gefunden zu haben 🙂
    Freue mich immer über DIE Suche zu leßen …

    Gruß Timo

    • Gereon sagt:

      Hi Timo,
      das war jetzt eine relativ spontane Entwicklung, dass das hier auch zum Genealogie-Blog „mutiert“ – aber genau deswegen schreib ich’s ja hier, um Gleichgesinnte zu finden.
      Noch bin ich ja neu in dem Metier.
      LG
      Gereon

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