Identitätsmissbrauch

…da denkt man immer, sowas passiert nur anderen!

Weihnachten – das Fest der Liebe und für viele auch das Fest des Schenkens oder Sich-selbst-beschenkens. Das haben wohl auch ein paar Strategen gedacht, die fröhlich unter Nutzung meiner Privatanschrift Mobilfunkverträge abschließen bzw. abgeschlossen haben.

Alles fing mit einer freundlichen Rechnung von 1&1 an – für ein iPhone mit Vertrag, das ich weder bestellt noch erhalten hatte (wäre auch noch schöner – unbestellte Ware geht hier postwendend zurück). Na fein, dachte ich mir, rief direkt bei 1&1 an, wo man mich sehr freundlich an das „Security Team“ durchstellte, schnell erkannte, dass man einem Betrug aufgesessen war (das einzige was stimmte war die Postanschrift – alle anderen Daten passten schon auf den ersten Blick überhaupt nicht) und mir zusicherte, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen damit a) mir keine Nachteile entstehen und b) ein erneuter Versuch eines solchen betrügerischen Auftrags zumindest im dortigen Konzern erfolglos bleiben werde. Derart zuvorkommende und schnelle Behandlung eines ernsten Anliegens kann man sich ja nur wünschen – danke sehr.

Nebenbei bemerkt ist 1&1 wenigstens so gründlich, für solche Fälle eine Schufa-Anfrage zu stellen – die ich natürlich nicht autorisiert hatte (wie auch, ich habe ja nichts bestellt und unterschrieben). In solchen Fällen ist aber meineschufa.de mein Freund – dort konnte ich nämlich sehen dass die Anfrage erfolgt ist, und dementsprechend auch von dort eine Rückfrage veranlassen. Wird die Schufa hoffentlich ebenfalls interessant finden, wie ein Vertragspartner Anfragen ohne gültige Identitätsprüfung stellen konnte…

Aber andere Anbieter haben ja auch schöne Telefone – scheint es. Denn heute flatterte mir ein mehrseitiger Schrieb der Telekom ins Haus – man begrüßte mich freundlich als Neukunden und aus den weiteren Ausführungen entnehme ich – auch wenn es nicht ausdrücklich drinsteht – dass sie so blauäugig waren, an irgendeine Anschrift ein zu diesem Vertrag gehöriges, und vermutlich nicht besonders billiges, Handy zu versenden. Ähmja…

Überflüssig zu erwähnen, dass die freundlicherweise im Schreiben detailliert aufgeführten Daten – mit Ausnahme der Anschrift und der wiederholten Nutzung meines Vor- und Nachnamens – für mich völlig unbekannt waren. Wäre schön, woanders noch Konten zu haben, vor allem wenn auf dem eigenen mal wieder das Geld zur Neige geht, aber bei den mir auf diese Weise bekannt gewordenen Banken hatte ich noch nie irgendwas – ich kenn ja sogar die Städte nur dem Namen nach.

Ich habe jedenfalls den Kundenservice freundlich aber bestimmt angeschrieben und gebeten, sich um die Aufklärung des Betrugsfalls zu kümmern. Am Montag werde ich aber wohl vorsorglich auch noch bei der zuständigen Polizeidienststelle vorstellig werden – nicht ganz das was man vor Weihnachten noch braucht, aber bevor das hier zur Dauerbeschäftigung wird setzen wir doch lieber einen Präventivschlag an.

Fortsetzung – so fürchte ich – folgt…

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